Aufgeklärt

Hallo ihr lieben, da melde ich mich auch mal wieder. Habe euch doch einiges zu erzählen. 😊

Zum einen ging es mir ja schon länger nicht mehr so gut auf Arbeit. Ich merkte es teilweise so stark, dass ich an den Tagen schon in der Früh nichts essen konnte und trotzdem hatte ich Magenschmerzen. Ich hab oft Schwierigkeiten mit der Luft gehabt, war gestresst und mit meinen Gedanken nonstop bei dem ganzen Transplantationsthema und das wirkte sich oft negativ bei den Mitarbeitern und leider auch bei den Kunden aus. 

Vor 3 Wochen suchte ich das Gespräch mit meinen Eltern und sie stimmten einem „Aufklärungsgespräch“ für unsere Mitarbeiter zu. Ich war sehr erleichtert, aber zu gleich fingen die schlaflosen Nächte an… Ich wollte mich einfach perfekt darauf vorbereiten. Ich fragte meine Freundin Betti ob sie mir dabei helfen könnte, natürlich half sie mir dabei! Wir setzten uns an einem Montag ca. 2 Wochen vor dem Teammeeting zusammen und arbeiteten einen Leitfaden für das Gespräch aus, was mich sehr viel Kraft kostete! Zum einen musste ich mich wieder mit dem Thema Kinder auseinander setzen, da dies ja aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich war und immer noch ist und wir uns aus diesem Grund für einen Hund entschieden hatten. Dann musste ich mich auch wieder mit meinem Aktuellen Gesundheitszustand auseinandersetzen, wie schlecht es mir wirklich geht. Zu guter letzt auch damit, was in Zukunft auf mich (uns) zukommt mit Transplantation und eventuell auch mit dem Tod. Diese ganzen Themen wühlten mich die gesamten 2 Wochen auf und ließen mir einfach keine Ruhe. 

Der Tag war da an dem das Teammeeting statt fand. 

Man war ich aufgeregt! Als ich dann dran war überkam es mich erstmal und ich musste so unaufhaltsam anfangen zu weinen. Es kam alles nochmal raus was ich die letzten Wochen nicht geschafft habe zu verarbeiten… Ich musste mich aber zusammen reißen und der erste Satz war, dass dieses Thema für mich eine Herzensangelegenheit ist. Ich hatte zwar meine Karteikarten dabei, aber nicht in der Hand. Ich redete einfach alles runter was mir wichtig war und wo ich dachte, das sollten auch andere erfahren. 

Ich hatte einiges zu sagen, aber oft fehlten mir auch die Worte oder ich weinte viel, sehr viel. Trotzdem war ich froh viele Fragen mit meinem „Vortrag“ beantwortet zu haben und vielleicht auch mehr Verständnis für die Zukunft zu bekommen. 

Ich fühlte mich danach freier! So als ob man den Strom bei mir im Körper abgestellt hätte. Am Abend fühlte ich mich erst mal etwas kränklich, mit Gliederschmerzen und Kopfschmerzen. Eigentlich unglaublich, was mein Körper so aushalten muss mit mir…

Worüber ich auch sehr froh bin ist, dass ich jetzt vom Keller/Büro aus arbeite. Ich werde nicht mehr oben an der Rezeption stehen. Was mich einerseits schon traurig macht, weil ich gerne im Persönlichen Kontakt mit Kunden stehe. Körperlich schaffe ich es definitiv nicht mehr!!! Ich werde ab morgen die Telefonate die als erstes rein kommen annehmen und für Kunden Termine ausmachen, um die Rezeption in den Stoßzeiten zu entlasten. 

Ich denke das wird gut funktionieren und mir wird es auch besser gehen. Ich werde jetzt auch 3 Tage arbeiten, an denen die Stunden etwas besser aufgeteilt sind und für Beratungen bin ich auch oben im Laden immer noch präsent. Ich freue mich wirklich drauf! 

Ich werde euch auf jedenfall berichten, wie es mir so ergeht in meinem neuen Aufgabengebiet 😊

Euer Mukomaedchen